Liebe Zuchtfreundinnen,werte Zuchtfreunde !

 

Der Rückblick auf die Schausaison läßt uns positiv in die Zukunft blicken. Zahlenmäßig war die Beschickung der einzelnen Ausstellungen nicht so hoch wie in den vergangenden Jahren,aber die Qualitätszunahme war nicht zu übersehen. Bevor ich aber auf die Schauen eingehen möchte ich die Gelegenheit nutzen unseren beiden Zuchtfreuden G. Eckhardt und R.Glaser nochmals beste Gesundheit zu wünschen! Gerd brach sich kurz vor der Schausaison den Oberschenkel und Rolf einen Halswirbel. Beide"Unglücksraben" waren aber auch Glückspilze,denn es hätte gerade bei Rolf ganz schlimm enden können. Also nochmals alles Gute!

Unsere Tippler waren auf allen führenden Schauen erfolgreich vertreten. In Samswegen standen 68, in Hannover 44, in Paaren-Glien 45, in Magdeburg 62, in Leipzig 115, in Schackensleben 97, in Altenstadt 57 und zur Hauptschau in Kassel waren es 138 Tiere. Sicher waren unsere Tiere noch auf anderen Schauen gut vertreten, aber da fehlt der Informationsfluß. Bis auf Altenstadt war ich auf allengenannten Schauen und konnte mir einen guten Überblick verschaffen. Was mir dort auffiel war auch in Kassel festzustellen. Da wir als Vorstand glaubten in Kassel mindestens 250 Tiere stehen zu haben, war auch die Anzahl der gestifteten SE entsprechend hoch. Sicher verführte das unsere PR zu der Vergabe der überdurchschnittlich hohen Bewertungsnoten. Den Züchtern kam es auf alle Fälle zu Güte.

Beginnen möchte ich mit den Schwarzen.

Ihr zahlenmäßiger Anstieg war in den letzten Jahren kaum zu übersehen. Vor allem ist es ihre Kopfqualität die begeistert. Steil ansteigende Stirnpartien mit viel höhe über den Augen. Dazu ein reines Perlauge mit schmalem,möglichst schwarzen Rand läßt sie schon zum Blickfang werden. Ihr Halsgefieder gehört immer noch zu dem festesten innerhalb unserer Farbenschläge. Auch in der Rückenabdeckung gibt es bei ihnen die wenigsten Probleme.  Graue Irisfarbe wirkt unausgereift und reicht genau wie ei heller Augenrand nicht mehr zum ,,SG" . Lange Figuren und eine waagerechte Haltung ebenfalls nicht. Auf Schnabelpflege zu achten war mehrfach in den Wunschspalten zu lesen. Wir wollen einen kompakten Schnabel mit stumpfen Abschluß. Totes Horn zu entfernen ist deshalb schon notwendig. Nicht gefallen konnte auch die stumpfe Farbe einiger Tiere. Die Tiere aus der Zucht von M.Zentgraf vereinten im Gesamtduchschnitt die meisten Vorzüge (V u. 3x hv),

aber auch die Zuchtfreunde Köngeter und Bachler verfügten über mehrere Spitzentiere.

Mit 58 Tieren waren die Schwarztiger wieder einmal am stärksten vertreten. Einige Spitzenvertreter zeigten den Wunschtyp. Kurze Figuren mit abfallender Rückenlinie, fein abgerundeten

köpfen mit ansprechender Scheitelhöhe, klaren Perlaugen, dunklen Rändern sowie auch kräftigen Schnäbeln. Dazu kam eine satte Farbe mit einer dem Ideal nahe kommenden Tigerung. Zweimal ,,V" 10x ,,hv" und 15x sg 95 sollte von der hohen Qualität zeugen. Das sind fast 50 % der vorgestellten Tiere.

Dazu kann man nur gratulieren! Das super Ergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen das es doch noch einige abzustellende Dinge gab. So wurde einigen Tieren eine abfallende Haltung und kürzere hinterpartien gewünscht. Wünsche und Mängel gab es auch zu reineren Iriden,dunklen Augenrändern und geschlossenerem Halsgefieder. In der Rückenabdeckung konnten auch nicht nicht alle Tiere überzeugen. Unsere Bemühungen gerade die Schwarztiger nicht größer werden zu lassen scheinen erste Früchte getragen zu haben. Jetzt sollte aber auch auf die Beinstärke geachtet werden, denn es waren einige Ringe schon recht eng. Letztere Festellungen trafen leider auch bei einigen Schwarzen zu. Ich denke aber das unsere aufmerksamen Züchter selber zu den Erkenntnissen gekommen sind und die Hinweise bei der verpaarung berücksichtigen werden. Das herausragende Ergebnis erziehlte P.Spiske mit,,V" und 5x ,,hv" . Die 2. Höchstnote erhielt auch eine junge 0,1 von K.Huber.

Vier x ,,hv" bekamen Tiere von H.Rammelt und 2x von S. Brücher.

Eine Solide Kollektion stellten die Kupfer Einfarbigen dar. Sie verfügten über kurze Figuren, breite Schultern mit betonter Brust. Der Schwanz und dieSchwingen liefen dunkel aus. auf reinere Perlaugen und Kupferfarbe sowie abfallendere Haltung zu achten waren Wünsche. ,,Hv" auf 1,0jung erhielt S. Winter.

Die 28 Kupfertiger hinterließen nicht nur auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Ziemlich einheitlich im Typ verkörperten sie den derzeitigen Zuchtstand.

Insbesondere überzeugten die jungen Täubinnen durch kurze Figuren, abfallende Rückenlinien, abgerundete Köpfe, reine Perlaugen,dunklen Augenrändern sowie einer ansprechenden Tigerung. Auch die Rückenabdeckung konnte befridiegen. Die Wünsche lagen in der Festigkeit des Halsgefieders, reineren Iriden und noch mehr Scheitelhöhe. Ihnen solche Kopfformen wie sie die Schwarzen haben anzuzüchten liegt z.Z.noch im Wunschbereich. ,,V" und 2x ,,hv" erhielten Tiere von W. Meyer und ,,hv" auf 1,0 jung bekam A.Wicknig.

Die Sensation stellten zum Abschluß die 2 vorgestellten schwarzen Bärtchen da. Sie gefielen schon einfach durch ihr Zeichnungsbild. Die Figuren und

Köpfe sowie die Farbe ließen noch Wünsche offen. Die Bewertung mit ,,hv" und sg 94 waren der Lohn für die jahrelangen Bemühungen. Hoffen wir darauf in den kommenden Jahren sie auch in Kupferfarben zu sehen. Die Einschätzung der Aussteller war das Kassel ein würdiger Ausstellungsort für unsere Hauptschau war und wir ihn für 2021 im Auge behalten sollten. Bei den guten Ergebnissen unserer Aussteller blieben natürlich die Ehrungen nicht aus.

 

Deutsche Meister 2018 wurden die Zuchtfreunde :

 

                                                                                        P. Spiske, M. Zentgraf und W. Meyer

 

Bundessieger 2018 wurden die Zuchtfreunde:

 

                                                                                        H. Rammelt, M. Kuhr und W. Meyer

 

SV - Meister 2018 wurden die Zuchtfreunde:

 

1.Platz : P. Spiske mit 577 Punkten 2. Platz: M.Zentgraf mit 575 Punkten , den 3. Platz belegten Ztfr. H.Rammelt und W.Meyer mit 574 Punkten.

Beim Ausstellen mehrerer Farbschläge lag P.Spiske mit 577 Punkten vor K.Bachler. Allen Geehrten gehören die Glückwünsche des Vorstands !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Züchterinnen und Zuchtfreunde !

Das bisher größte Ereignis in der Geschichte unseres SV liegt nach einem 2. Anlauf hinter uns. Der Siegerring-Wettbewerb 2017 darf mit stolz als eine überragende Erfolgsgeschichte in unseren Protokollen eingetragen werden. Leipzig ist und bleibt das Tor zur Rassegeflügelwelt! Wir hatten damit einen idealen Standort und natürlich einen tollen Präsentationsstand. Unsere "jugendliche Standbesetzung" erregte positives Aufsehen. 

Bei allen Sponsoren möchte ich mich nochmals ganz herzlich bedanken. Bedanken möchte ich mich stellvertretend für viele insbesondere bei

S. Brüche, T. Marter, M. Zentgraf, E.u.D. Gräf, R. Glaser, H.-P. Löwe, M. Kuhr, A. Wicknig, P. Spiske, M. Czerwinski, Familie H. Rammelt, G. Otto sowie A. Zimmermann und Söhne.

Der Dank gilt auch für die Preisrichtertätigkeit, denn die Siegerring-Bewertung ist immer eine besondere Herausforderung.

Für den Beginn meiner Einschätzung möchte ich die Worte von W. Bauer in der Geflügelzeitung 3/2018 benutzen: ,,Der Deutsche Schautippler ist ohne Zweifel eine Rasse mit großem Potenzial! ......." Das lässt sich auch schon an der Zahl und der Zusammensetzung der Aussteller erkennen. Ein klein wenig Statistik gibt darüber den besten Einblick. Von 33 Ausstellern waren 11 Nichtmitglieder in unserem SV. Mehrere Meldungen kamen leider zu spät. Eigentlich unverständlich, aber sehr schade, denn dann hätten wir über 400 Tiere präsentieren können. Ich darf aber behaupten, dass die vorgestellten Tiere vom Zuchtstand her eine Demonstration für unsere Rasse waren. 12x,,V", 8x,, hv", 80x,,sg95", 193x,, sg", 78x,,g", 3x ,,b" u. 1x ,,o.b." sind ein guter Beweis. Alle ,,wenn, aber, hätte ... usw. sollten wir vergessen, denn die unbefangenen Preisrichter haben nach bestem Wissen gehandelt und sicher nicht jeden glücklich machen können. Doch das ist ganz nebenbei eine Kunst die niemand kann!

 

Die Kupfer Einfarbigen hatten leider nicht das Meldeergebnis des Vorjahres erreicht. Einige Käfige mussten auf Grund der so ,,genannten Jungtaubenkrankheit" noch leer gelassen werden. Farblich sprachen sie überwiegend an. Mehr Kopfvolumen, klare Augen und dunklere Ränder, festeres Halsgefieder,kürzere Hinterpartien u. keine weiter Ausprägung der Finkenzeichnung waren Wünsche und Mängel. Im Bericht der genannten Zeitschrift gibt es leider eine falsche Formulierung. Es wird von einer Schwanzbinde gesprochen. Doch die wäre ein grober Fehler. Wir wollen einen dunkel auslaufenden Schwanz. D.h. Mindestens zweidrittel sollten möglichst,,dunkel" bis schwarz sein. Die Spitzentiere mit ,,V" u. ,,hv" bewertet stellte R. Glaser.

 

Die Schwarzen zeigten sich von ihrer besten Seite. An Beliebtheit haben sie zugenommen, aber auch die Anforderungen an ihre Qualität. Beste Typen mit beeindruckenden Kopfpunkten, klaren Perlaugen, dunklen Rändern, überwiegend festem Halsgefieder und der gewünschten abfallenden Haltung konnten begutachtet werden. Dazu kam die Qualitätsdichte der Zuchten. Sie gewannen auf alle Fälle weitere Freunde. Auffallend war, dass sich doch etliche Tiere, nicht nur "im Ruhestand" in waagerechter Haltung und nicht gut abgedecktem Rücken zeigten. Aufgehellte Augenränder, unklare Augen, totes Horn in der Schnabelspitze, sowie breite Schwänze fallen bei den Schwarzen besonders auf und sollten immer zu niedrigen Noten führen. ("V": M. Zentgraf, F. Peters, S. Heidenfelder, "HV": P. Spiske, M. Zentgraf und F. Peters) Die junge schwarzscheck Täubin von K. Bachler konnte gefallen. Bedauerlich, dass in diesem Farbschlag nicht mehr Zuchtfreunde vertreten waren, denn sie wurden schon in feiner Qualität vorgestellt.  

 

Die Kupfertiger zogen schon die Blicke auf sich. Ein Blickfang war die allgemeine Verbesserung der Tigerung. Die weiße Grundfarbe der Decken und des Bauches mit der ziemlich gleichmäßigen Verteilung der farbigen Federn erbrachten den gewünschten Effekt. Bei ihnen gab es nur wenige Tiere mit Haltungsfehlern und mangelhafter Rückenabdeckung. Ansprechend im Typ, gut abgerundete Köpfe mit der gewünschten Höhe über den Augen, klaren Perlaugen, dunklen Rändern, sattem Kupfer mit fast schwarz auslaufenden Schwingen- und Schwanzfarben zeichneten nicht nur diese Spitzentiere aus. Mangelnde Halsgefiederfestigkeit (Falten), rötliche Iriden, ungenügendes Kopfvolumen, sowie kürzer verlangte Hinterpartien führte zu Wünschen und Mängeln. Auf die Festigung der dunkel auslaufenden Schwingen- und Schwanzfarben sollte weiter so geachtet werden, sowie auch auf das Verdrängen des rötlichen Farbtons (zwei Mal "V" und "hv": W. Meyer)

 

Als stärkster Farbenschlag zeigten sich wieder einmal unsere Schwarztiger. Der schöne Farbkontrast zwingt einfach zum Hingucken. In der vorgestellten Kollektion gab es gleich eine ganze Reihe, dem Ideal sehr nahekommender Tiere zu sehen. Kurz, mit breiter Brust, stolz aufgerichtet mit feinen Kopfpunkten, Augen und Rändern. Dazu kam das gewünschte Farb- und Tigerbild. Grade in diesem Farbenschlag sind wir in der Tigerung am Weitesten vorangekommen. Das bewies die Breite der toll gezeichneten Tiere. Nur wenige Beanstandungen durch ein farbiges Brustband oder zu viel schwarzanteile in den Decken waren nötig. Zum Schaufertigmachen gehört allerdings auch die Schnabelpflege. Wir möchten einen mittellangen und kompakten Schnabel. Hier wurden bei einigen Tieren Punkte liegen gelassen. Mehr Scheitelhöhe und Stirnbreite, sowie helle Ränder sollten nicht mehr als Wunsch betrachtet werden. Auf abfallende Haltung und Kürze zu achten zwingt um in der Spitze zu bleiben. Insgesamt möchten wir einen harmonisch abgestimmten Typ in allen Farbenschlägen erzüchten. ("V": 3x H. Rammelt, P. Spiske, S. Heidenfelder , K. Neyer, "hv": 2x K. Huber, 2x K. Neyer, S. Brücher) Auch in der Jugendklasse vertrat uns I. Zimmermann mit 10 Schwarztigern sehr erfolgreich. 2x "hv", 2x sg 95 und 3x sg 94 sind stolze Ergebnisse. 

 

Allen Ausstellern nochmals meine Glückwünsche für Ihre Teilnahme, denn auf dieser Schau gab es keine Verlierer! Wählte ich zu Beginn meiner Einschätzung Worte von W. Bauer, so möchte ich das auch noch zu Abschluss meiner Einschätzung tun, denn besseres fiel auch mir nicht ein.

 

Der goldene Siegerring in Leipzig 2017 auf deutsche Schautippler war eine grandiose Veranstaltung. 

Jeder, der dabei war,wird noch lange davon erzählen.

 

Wir waren aber nicht nur im Siegerring-Wettbewerb vertreten, sondern zeigten unsere Tiere auf allen führenden und auch nicht so bekannten Schauen. Zahlenmäßig allerdings nicht in der gewohnten Größenordnung, aber doch immer mit guter Präsentation. Begonnen wurde in Hannover (65 Tiere), Samstagen (72 Tiere), und fortgesetzt in Magdeburg ( 71 Tiere inkl. der Jugendlichen N. und I. Zimmermann) nach Leipzig kam Erfurt mit 75 Tieren inkl. Jungendklasse und im Januar Schackensleben ( 92 Tiere inkl. Jugendklasse mit N. und I. Zimmermann). Zur Tümmlerschau in Altenstadt standen 77 Tiere. Auf allen Schauen waren SR oder mit unserer Rasse gut vertraute PR tätig. In Abstimmung mit den eingesetzten PR gab es keine drastischen Merkmale oder Erkenntnisse. Der Durchschnitt lag auf allen Schauen im hohen SG-Bereich. Kritisiert wurden waagerechte Haltungen und Länge, Halsfestigkeit und Abdeckung, aber auch auf klare Iriden und dunklere Ränder musste hingewiesen werden. Ich denke, dass unsere Züchter die Hinweise in der Zukunft berücksichtigen und wir 2018 wieder weitere Fortschritte machen werden. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass wir als SV SE oder SZ Preise an Jugendliche Aussteller auf den Großschauen überwiesen haben. Es ist ganz sicher eine richtige Investition. Leider gab es auch eine unschöne Sache. Es fällt mir schwer, aber es kann nicht unerwähnt bleiben, dass wieder ein Tier gestohlen wurde. Ein 1,0 einfarbig Kupfer mit "hv" bewertet von R. Glaser war schon am Sonnabend nicht mehr in seinem Käfig. Jeder sollte die Augen offen halten, denn es kann "Jeden" betreffen. In Auswertung des Siegerrings und gleichzeitig unserer Hauptschau kamen folgende Zuchtfreunde zu Ehren.

 

Gewinner der Siegerringe:

 

Den "Goldenen Siegerring" errang H. Rammelt mit seinen Schwarztigern mit 481 Punkten.

Der "Silberne Siegerring" wurde von W. Meyer mit Kupfertigern und 480 Punkten errungen.

Dritter und Gewinner des "Bronzenen Siegerrings" wurde mit 478 Punkten K. Neuer (Schwarztiger)

 

Deutsche Meister 2017 wurden:

 

Die Zuchtfreunde          H. Rammelt          M. Zentgraf

                                       W. Meyer               R. Glaser

 

SV Meister 2017 wurden:

 

1. Platz H. Rammelt (481 Punkte)

2. Platz W. Meyer (480 Punkte)

3. Platz M. Zentgraf und F. Peters (Punktgleich mit 478 Punkten)

 

Den 1. Platz beim Ausstellen mehrerer Farbschläge belegte mit Schwarztigern und einfarbig Schwarzen P. Spiske mit ebenfalls 478 Punkten. 

Allen Zuchtfreunden nochmals Glückwünsche zu ihren hervorragenden Ergebnissen.

 

 

W. Meyer

1. Vorsitzender